Kurze Antwort
Den Standort Ihres Trackers sehen grundsätzlich nur Sie – über das Konto, mit dem Sie ihn auf Ihrem Handy eingerichtet haben. Fremde Handys, die das Signal unterwegs auffangen, leiten es laut Apple und Google verschlüsselt und anonym weiter: Sie erfahren nichts über Sie. Andere sehen den Gegenstand nur, wenn Sie ihn aktiv teilen. Und weil iPhone und Android heute vor unbekannten Trackern warnen, ist auch Missbrauch deutlich erschwert. Ein Tracker wie die Ondrela-Karte, der über die bereits installierte Ortungs-App läuft, ist deshalb eine datenschutzfreundliche Art, das eigene Portemonnaie wiederzufinden.
Die Schweiz nimmt Privatsphäre ernst – und viele Leserinnen und Leser stellen uns vor dem Kauf genau diese Frage: «Wenn ich eine Tracker-Karte ins Portemonnaie stecke, wer kann dann sehen, wo ich bin?» Die Sorge ist verständlich. Ein Gerät, das seinen Standort meldet, klingt erst einmal nach Überwachung. Tatsächlich sind moderne Ortungsnetzwerke aber so gebaut, dass genau das nicht passiert. In diesem Ratgeber erklären wir, was mit den Daten geschieht, wer was sieht und welche Einstellungen Sie kennen sollten.
Wie ein Tracker seinen Standort meldet
Ein Bluetooth-Tracker wie eine Karte fürs Portemonnaie hat weder GPS noch SIM-Karte. Er sendet nur ein kleines Funksignal aus. Dieses Signal wird aufgefangen:
- von Ihrem eigenen Handy, wenn Sie in der Nähe sind – dann können Sie den Tracker klingeln lassen und bekommen eine Warnung, wenn Sie ihn liegen lassen;
- von fremden kompatiblen Handys, wenn der Tracker weit weg ist – sie melden den Standort an das Netzwerk, damit Sie ihn auf der Karte sehen.
Der entscheidende Punkt ist der zweite: Fremde Handys helfen beim Finden, ohne etwas zu erfahren. Apple und Google beschreiben ihre Netzwerke so, dass Standortberichte verschlüsselt übertragen werden und nur das Konto der Besitzerin oder des Besitzers sie lesen kann. Die Person, deren Handy geholfen hat, merkt davon nichts. Wie gross die Reichweite dieses Netzwerks ist, erklären wir in Bluetooth-Finder oder GPS-Tracker.
Wer sieht was? Die Übersicht
| Wer | Sieht den Standort Ihres Trackers? | Gut zu wissen |
|---|---|---|
| Sie selbst | Ja | Über das Konto auf Ihrem Handy |
| Personen, mit denen Sie teilen | Ja, wenn Sie das aktiv einstellen | Teilen lässt sich jederzeit wieder beenden |
| Fremde Handys im Netzwerk | Nein | Sie leiten das Signal anonym und verschlüsselt weiter |
| Andere Personen in der Nähe | Nein | Sie sehen höchstens eine Warnung, wenn Ihr Tracker lange mit ihnen unterwegs ist |
| Wer Ihr Portemonnaie findet | Nein | Er kann den Tracker klingeln hören, aber nicht Ihren Standort sehen |
Und was ist mit Missbrauch?
Die Kehrseite jeder Ortungstechnik ist die Frage, ob jemand damit eine Person verfolgen könnte. Darauf haben Apple und Google reagiert: Seit 2024 warnen iPhone und Android gemeinsam vor unbekannten Trackern, die längere Zeit ohne ihren Besitzer mit jemandem mitreisen. Die betroffene Person kann den Tracker dann klingeln lassen, finden und deaktivieren. Für Sie als Nutzerin oder Nutzer einer Tracker-Karte im eigenen Portemonnaie ist das eine gute Nachricht: Das System schützt alle – und Sie merken im Alltag nichts davon, solange der Tracker bei Ihnen ist.
Rechtlich ist die Lage im Alltag klar: Einen Tracker für die eigenen Gegenstände zu verwenden, ist in der Schweiz ganz normal; entsprechende Produkte gibt es im regulären Handel. Eine andere Person heimlich zu orten, ist dagegen nicht in Ordnung. Bei konkreten Fragen helfen die Polizei oder der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB).
6 Einstellungen für mehr Privatsphäre
- Handy und Konto gut schützen.Ein sicherer Code und die Zwei-Faktor-Anmeldung beim Apple- oder Google-Konto sind der beste Schutz für Ihre Standortdaten.
- Geteilte Gegenstände regelmässig prüfen.Schauen Sie in der Ortungs-App nach, mit wem Sie welche Gegenstände teilen, und beenden Sie Freigaben, die Sie nicht mehr brauchen.
- Vertraute Orte festlegen.Für die Warnung beim Liegenlassen können Sie Orte wie Zuhause oder Büro ausnehmen. So bekommen Sie Meldungen nur dort, wo sie sinnvoll sind.
- Neutrale Namen wählen.«Portemonnaie» reicht. Adressen oder vollständige Namen gehören nicht in den Gerätenamen.
- Vor dem Ausleihen den Tracker herausnehmen.Leihen Sie Tasche oder Velo aus, nehmen Sie die Karte heraus. So bekommt niemand eine unnötige Warnung.
- Beim Weitergeben entfernen.Verschenken oder verkaufen Sie einen Tracker, entfernen Sie ihn zuerst aus Ihrem Konto.
Warum eine Tracker-Karte die datenschutzfreundliche Wahl ist
Viele Tracker setzen auf eine eigene App mit eigenem Konto beim Hersteller. Das bedeutet: ein weiteres Unternehmen, ein weiteres Passwort, weitere Daten. Eine Karte, die direkt mit der bereits installierten Ortungs-App von iPhone oder Android arbeitet, kommt ohne all das aus. Genau so funktioniert die Ondrela-Tracker-Karte, die wir ausführlich getestet haben: einrichten in der vorhandenen App, kein zusätzliches Konto. Falls Sie bei der Einrichtung Fehler vermeiden möchten, lesen Sie auch 7 Fehler beim Bluetooth-Tracker.
Unsere Empfehlung: die Ondrela-Karte
Wenn Sie Ihr Portemonnaie wiederfinden möchten, ohne neue Konten und Apps anzulegen, ist die Ondrela-Karte die Lösung, die wir empfehlen. Sie ist genau dafür gemacht:
- Ohne zusätzliche App und ohne neues Konto. Sie läuft über die Ortungs-App, die schon auf Ihrem iPhone oder Android-Handy ist.
- Verschlüsselte Standortdaten. Nur Sie sehen, wo Ihr Portemonnaie ist.
- Warnung beim Liegenlassen, letzter Standort auf der Karte und Klingeln auf Knopfdruck.
- Flach wie eine Bankkarte. Passt ins Kartenfach, in die Kartenhülle oder in den Passhalter.
- Wasserabweisend und kabellos aufladbar. Laut Hersteller rund sechs Monate pro Ladung, ohne Knopfzellen und ohne Abo.
Im Set wird es günstiger: 1 Karte CHF 36.00, 2 Karten CHF 56.00 (CHF 28.00 pro Karte), 3 Karten CHF 72.00 (CHF 24.00 pro Karte) und am beliebtesten 4 Karten für CHF 80.00 – CHF 20.00 pro Karte, damit jedes Familienmitglied seine eigene Karte im eigenen Konto hat. Die Versandkosten werden an der Kasse ausgewiesen, es ist ein einmaliger Kauf, und Sie haben 60 Tage Rückgaberecht.
Häufige Fragen
Wer kann den Standort meines Bluetooth-Trackers sehen?
Grundsätzlich nur Sie, über das Konto, mit dem Sie den Tracker eingerichtet haben. Die Ortungsnetzwerke von Apple und Google übermitteln Standorte laut den Anbietern verschlüsselt. Wenn Sie einen Gegenstand aktiv mit einer anderen Person teilen, sieht diese ihn ebenfalls.
Weiss die Person, deren Handy meinen Tracker gefunden hat, wo ich bin?
Nein. Fremde Handys leiten das Signal anonym und verschlüsselt weiter. Die Besitzerin oder der Besitzer dieses Handys erfährt weder, dass ihr Gerät etwas gemeldet hat, noch wem der Tracker gehört.
Ist ein Bluetooth-Tracker in der Schweiz erlaubt?
Ja, Bluetooth-Tracker für eigene Gegenstände sind in der Schweiz frei erhältlich und ganz normal im Handel. Nicht in Ordnung ist es, eine andere Person ohne ihr Wissen zu orten. Bei Fragen zu Ihrer Situation helfen die Polizei oder der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB).
Kann ich verhindern, dass mein eigener Tracker bei anderen eine Warnung auslöst?
Ja. Warnungen entstehen, wenn ein Tracker längere Zeit ohne seine Besitzerin oder seinen Besitzer mit jemand anderem unterwegs ist. Nehmen Sie den Tracker heraus, bevor Sie etwas ausleihen, oder teilen Sie den Gegenstand in der App, wenn Ihr Handy das unterstützt.
Braucht die Ondrela-Karte ein Konto bei einem zusätzlichen Anbieter?
Nein. Die Ondrela-Karte nutzt die Ortungs-App, die bereits auf dem iPhone oder Android-Handy installiert ist. Es gibt keine zusätzliche App, kein neues Konto und kein Abo.